Oriens Extremus
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Iakinf Bicurin. Russischer Mönch und Sinologe. Eine Biobibliographie. Hrsg. von H. WALRAVENS.
Berlin: C. Bell 1988. 70 S. 4°. (Han-pao tung-Ya Shu-chi mu-lu.4.)

Dieser biobibliographische Band über einen der bedeutendsten russischen Sinologen, Vater Hyazinth (1777-1853), stammt von verschiedenen Autoren. Der biographische Teil, übersetzt von F. Golczewski, wurde zuerst 1953 veröffentlicht: A. N. Bernstams Beitrag hat noch einen deutlichen stalinistischen Beigeschmack, der aber, gewissermaßen als zeithistorisches Kolorit, nicht retuschiert wurde. Beschrieben wird, wie Bicurin als Leiter der Russischen Geistlichen Mission nach Peking reiste und dort ausgiebige Studien trieb. Da er seine Mönchsgelübde jedoch etwas leicht nahm, wurde er nach seiner Rückkehr in ein Kloster verbannt, wo er zahlreiche sinologische Werke publizierte. Er und V.P. Vasil'ev sind zweifelsohne die bedeutendsten russischen Sinologen des 19. Jahrhunderts. Vom Herausgeber stammt ein Schriftenverzeichnis Bicurins, das immerhin 101 Veröffentlichungen umfaßt. Die Originaltitel sind jeweils auch durch eine deutsche Übersetzung erschlossen. Den Abschluß bilden Briefe und andere Materialien Bicurins, die hier erstmals von W. Andreesen in deutscher Übersetzung vorgelegt werden. Die Korrespondenzen, großenteils an den Journalisten N. M. Pogodin und den Gelehrten und Sammler Paul Schilling von Canstadt gerichtet, geben ein lebendiges Bild des unkonventionellen Mönchs. Ein Namenregister schließt den Band ab.

Hartmut Walravens, Berlin



Latest update: 2005-08-18  Impressum

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